Fischereiverein Burghausen e.V.

Wöhrseefischen am 27.09.2026

 

Morgens am Sonntag am Wöhrsee, leichter Nebel zieht über das Wasser –

44 Fischer haben diesmal den Weg an den See gefunden.

Immerhin, bemerkt der Kassier: abgesehen vom Königsfischen mehr Angler,

als bisher insgesamt bei den anderen Vereinsfischen da waren.

 

 

Frisch war´s ganz schön, aber zumindest die Pulverturm-Seite hatte schon eine begründete Aussicht auf Sonne. Ganz unterschiedliche Zielfische wurden angepeilt. Hecht im Herbst, Karpfen, kurz bevor das Wasser zu kalt wird, Brachsen wurden gesucht usw.

 

 

 

Es dauerte nicht lange – schon trudelten die ersten Fangmeldungen ein.

Hechte, auch untermassige waren beißfreudig.

Sogar die für Brachsen angebotenen Maden lockten die Räuber an. Zander wurden aber diesmal keine verzeichnet – zuviele Angler und damit zuviel Unruhe bei dem klaren Wasser verscheuchten sicher die Glasaugen.

Karpfen gingen ans Band.

Alle Größenklassen, sowohl die im letzten Herbst besetzten wie auch dicke Brummer bis zu 90 cm der Sorten Spiegel- wie Schuppenkarpfen ließen die Rollenbremsen kreischen und den Blutdruck der Fänger steigen.

 

Nur die Brachsen wollten nicht so recht.

So musste tatsächlich ein ganz junger Jungfischer auswerfen, dass an der Feederrute eines Mitglieds mal was anderes hängen blieb als Köderfische.

Er warf – und kaum war die Futterspirale am Boden, sang die Bremse.

Hatte der Ruteneigner doch vorher versprochen: was bei dem Wurf rauskommt, gehört dem Jugendlichen.

 

Nach einem spannenden gemeinsamen Drill landete ein schöner 46er Spiegelkarpfen im Kescher.

Derweilen brachte der Aufseher neue Kunde: an der Pulverturmseite seien mehrere schöne Fische – Karpfen, Hechte und sogar Schleien – gefangen worden.

 

 

 

 

 

 

Lange Zeit war Ruhe an den Bissanzeigern am Wöhrsee. Mancher dachte schon an´s Aufhören.

Langsames Zusammenpacken begann.

Mit einem Mal schrie ein Bissanzeiger regelrecht um Hilfe – wow, das ist kein Satzkarpfen!

Bei Andy Iretzberger setzte ein spannender Drill ein.

Die Kälte war ruckzuck vergessen, die Jacke musste weichen – dem Angler stand der Schweiß auf der Stirn.

War doch der über 9 kg und 79 cm lange Spiegler richtig fit und sorgte für spannende Fluchten.

 

Aber letztendlich landete er doch im Kescher und sorgte bei den zahlreichen Zuschauern für Erstaunen und Bewunderung.

 

 

 

Um 12 Uhr war´s leider vorbei – bei strahlendem Sonnenschein war es wieder eine besondere Freude, an unserem schönen Wöhrsee zu angeln.